Februar 2020

Sa 01.02.2020, 20:00

Bastel-Tresen der ALJ

Am Samstag wird gebastelt!
Wir kommen zu unserem monatlichen Tresen zusammen und wollen mit euch Stencils, Sticker und Patches basteln. Wir stellen euch ein bisschen Stoff und Co. zur Verfügung, bringt aber auch gerne eigene Ideen und Materal mit. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Im Anschluss gibt es wie immer kühle Getränke, Longdrinks und Musik aus der Dose.
Das eingenommene Geld geht an coole Strukturen in Brandenburg.

Mo 03.02.2020, 20:00

Filmscreening: „Espero tua (re)volta“

Kritische Medizin Berlin: Zum Abschluss unserer Kritischen Filmreihe zeigen wir den Berlinale Friedensfilmpreisträger 2019

„Fuck. Wie wird die Zukunft aussehen? Wie wird der Kampf aussehen? Wirst du Panikattacken haben, so wie ich? Wirst du frei und du selbst sein können? Werden Mädchen respektiert werden? Werden die Schulbücher Schwarze Menschen erwähnen? Wirst du Unterdrückung zu spüren bekommen, wenn du dich wehrst?“

In den Chören Tausender hört man Parolen der Revolte. Die Polizei greift hart durch und antwortet mit Tränengas und Schlagstöcken. Die Erfahrungen, Leidenschaften und Ängste der brasilianischen Jugendlichen entwickeln eine alles umfassende, unmittelbare Dringlichkeit. 2015 begannen sie, Schulen zu besetzen und auf das Recht nach Bildung zu insistieren. Mittendrin, durch Rückgriff auf das Filmmaterial der Aktivist*innen, findet der Film eine Form für den radikalen demokratischen Aktivismus. Der Blick geht zurück zu früheren Protestbewegungen und schließt auf zur Gegenwart. Im Schatten eines kürzlich gewählten rechtsextremen Präsidenten verleiht Espero tua (re)volta einer vielstimmigen Bewegung Ausdruck und stellt die Frage, wer unter welchen Bedingungen Geschichte schreibt.

Di 11.02.2020, 19:00

Jin Jiyan AzadÎ

Diskussion/Vortrag

Seit Oktober 2019 wird gegen die kurdische Feministin Yildiz Aktaş in Schöneberg beim Kammergericht ein Prozess geführt. Sie wird nach den Paragraphen 129b StGB als Mitglied einer „terroristischen Vereinigung im Ausland“ angeklagt. Vor Gericht werden Aktivitäten wie die Teilnahme an Demonstrationen oder das Sammeln von Spenden kriminalisiert. Während kurdische Aktivist*innen in der BRD repressiv verfolgt werden, führt Erdogan mit deutscher Unterstützung Krieg gegen die kurdische Freiheitsbewegung. Der Angriffskrieg der Türkei seit dem 9. Oktober auf die selbstverwalteten Gebiete in Nord- und Ostsyrien, ist auch ein Angriff auf die Frauen*revolution, welche in Rojava die treibende Kraft einer basisdemokratischen Gesellschaft ist. Die Frauenbewegung Kongra Star hat die Kampagne Women Defend Rojava ins Leben gerufen, um die weltweite Solidarität mit der Revolution in Rojava und den Frauen in Nord- und Ostsyrien sichtbar zu machen. Auch in Berlin gibt es ein Komitee. Wir haben Vertreter*innen der Kampagne „Freiheit für Yildiz“ eingeladen, die über den aktuellen Stand des Verfahrens und den Kontext der Repression gegen die kurdische Freiheitsbewegung in der BRD berichten werden. Außerdem wird eine Freundin von Women Defend Rojava Berlin ihre Arbeit vorstellen und auf die kurdische Frauen*bewegung eingehen.